> > > > > 18.10.2010
Sonntag, 25. Oktober 2020

Wilhelm Tell trifft immer

Rossinis letzte Oper

Seine letzte Oper wird Gioachino Rossini (1792-1868) gerne als "Spätwerk" untergejubelt. Dabei war der vielseitig begabte Italiener bei der Uraufführung des 'Guillaume Tell' am 3. August 1829 im Pariser Théâtre de l’Académie Royale gerade einmal 37 Jahre alt und sollte noch weitere 30 Jahre leben, und zwar – was oft schlicht unterschlagen wird – als überaus produktiver, gereifter Komponist geistlicher Musik ('Stabat mater', 'Petit messe solenne') und kleinerer Kammerstücke. Der Tell ist vielmehr der glanzvolle Schlusspunkt einer triumphalen Fahrt durch die europäischen Opernhäuser, während der Rossini in rasantem Tempo binnen 20 Jahren 39 Opern komponiert, von denen die meisten heute vergessen sind. Vom neapolitanischen San Carlo führte ihn sein Weg über London nach Paris, in die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts (Walter Benjamin), von wo er sich nach Ausbleiben des königlichen Geldsegens im Zuge der Julirevolution nach Spanien und wieder Italien zurückzog. Und mit dem Sturz der Bourbonen fiel auch die Süßlichkeit Rossinis zu Gunsten ernsterer Töne. In 'Guillaume Tell' waren aber all jene gezuckerten und gefälligen Melodien, mit denen Rossini den Zeitgeschmack wie kein Zweiter bediente, nochmal präsent.

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Kritik von Dr. Benjamin Rux



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Rossini: 'Guillaume Tell': Oper in Form eines Konzertes in vier Akten

Ort: Auditorium Parco della Musica,

Werke von: Gioacchino Rossini

Mitwirkende: Antonio Pappano (Dirigent), Gerald Finley (Solist Gesang), John Osborn (Solist Gesang), Malin Byström (Solist Gesang)

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