> > > > > 02.03.2010
Samstag, 28. Mai 2022

Konzert des Orchestra of the Opera Covent Garden

Hemmungsloses Fortissimo

Eingelegte Kopierzettel in Konzertprogrammen bedeuten selten Gutes, der Abend mit dem Orchestra of the Royal Opera House Covent Garden war eine der wenigen Ausnahmen: Nina Stemme werde nicht nur die Schlussszene aus der 'Götterdämmerung' singern, sondern im Anschluss an das Vorspiel zu 'Tristan und Isolde' auch den Liebestod. Der Vorfreude wich allerdings bald die ernüchternde Erkenntnis, dass die Wiener Konzerthausdebütanten die Rechnung ohne der vor allem sängerfeindlichen Akustik des Hauses gemacht haben. Unter der Leitung seines Chefdirgenten Antonio Pappano läuft das Orchester von Londons erstem Opernhaus in der Regel zur Höchstform auf. Allerdings wollte sich schon bei dem effektvoll phrasierten Vorspiel zu Wagerns pathetischster Liebesgeschichte keine klangliche Balance einstellen. Wie textdeutlich, farbenreich und mühelos Nina Stemme den Liebestod zu gestalten versteht, konnte man über weite Strecken nur erahnen. Gnadenlos verschlangen die immer unerbittlicher aufschäumenden Fortissimowogen Stemmes an sich tragfähigen Sopran. Die 'Götterdämmerungs'-Brünnhilde bedeutet für die Künstlerin zum jetzigen Zeitpunkt ein noch etwas riskantes Neuland, da die Stimme durch das Abdunkeln und Verbreitern der Mittellage wohl die brillant ansprechende Höhe einbüßen dürfte. Selten hat man die Gelegenheit, die Phrase 'Siegfried, Siegfried, selig gerüßt dich dein Weib' so höhensicher, klangschön und auf Linie zu hören. Orchestrale Überlautstärke war auch hier omnipräsent, allerdings mit weniger fatalen Konsquenzen.

Um die komplette Kritik zu lesen, loggen Sie sich bitte mit Ihrer Email-Adresse und Ihrem Kennwort ein:

E-Mail:
Kennwort:


Sollten Sie noch kein Nutzerkonto bei klassik.com besitzen, können Sie sich hier kostenlos registrieren.

Mehr erfahren über den Autor

Kritik von Dr. Rainhard Wiesinger

Kontakt aufnehmen mit dem Autor

Kontakt zur Redaktion


Orchestra of the Royal Opera Covent Garden: Konzerthaus Wien

Ort: Konzerthaus,

Werke von: Richard Wagner, Franz Liszt, Béla Bartók

Mitwirkende: Antonio Pappano (Dirigent), Orchestra of the Covent Garden Opera (Orchester), Nina Stemme (Solist Gesang)

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (5/2022) herunterladen (2400 KByte) Class aktuell (4/2021) herunterladen (7000 KByte)

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

"Wir gehen auf eine Reise mit dem Publikum, eine Reise in ein phantastisches Land"
Das Klavierduo Silver-Garburg über Leben und Konzertieren im Hier und Heute und eine neue CD mit Werken von Johannes Brahms

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich