> > > > > 17.07.2009
Dienstag, 14. Juli 2020

Verdis 'Ballo in maschera' in London

Mäßiger Gesamteindruck

Renato? Riccardo? Mittlerweile sind die Namen der historischen Persönlichkeiten von Eugène Scribes Libretto so selbstverständlich geworden, dass man erstaunt ist, auf dem Besetzungszettel keinen König Gustav III. von Schweden und keinen Graf Anckarström vorzufinden. Verdis 1859 in Rom uraufgeführtes Stück hatte bekanntlich mit der Zensurbehörde zu kämpfen: Scribe verarbeitete in seinem Libretto den Mord an dem schwedischen König, der in Wirklichkeit wegen handfester politischer Motive und nicht auf Grund eines eifersüchtigen Ehemanns bei einem Maskenball tödlich verwundet wurde. (Den historischen Anckarström erwartete auch die Todestrafe und kein großmütiges Verziehen wie in der Oper?) Einen Königsmord auf der Opernbühne wollte die Zensur aber nicht sehen, und so verlegte man die Handlung nach Boston und machte aus dem König einen Gouverneur.

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Kritik von Dr. Rainhard Wiesinger

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Giuseppe Verdi: 'Ballo in maschera': Covent Garden London

Ort: Royal Opera Covent Garden,

Werke von: Giuseppe Verdi

Mitwirkende: Maurizio Benini (Dirigent), Orchestra of the Covent Garden Opera (Orchester), Ramón Vargas (Solist Gesang), Dalibor Jenis (Solist Gesang), Elena Manistina (Solist Gesang)

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