> > > > > 06.12.2006
Freitag, 5. März 2021

Spirituelle Musik von Verdi und Wagner

Enthüllet den Gral - öffnet den Schrein

Marek Janowski ist ein Dirigent, der seit Jahrzehnten in der Klassikwelt für musikalische Topqualität bekannt ist und der mit seinen Wagnerinterpretationen Maßstäbe gesetzt hat. So gilt die Gesamteinspielung von Richard Wagners Zyklus ‚Der Ring des Nibelungen’ mit der Staatskapelle Dresden immer noch als Referenzaufnahme. Doch seit den neunziger Jahren hat sich Janowski aus dem Opernbetrieb zurückgezogen, umso mehr ist er nun im Konzertbereich tätig. Chef von drei Orchestern ist er augenblicklich, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Orchestre de la Suisse Romande sowie dem Orchestre Philharmonique de Monte Carlo, mit dem letzteren war er nun zu Gast in der Alten Oper Frankfurt. Giuseppe Verdi und Richard Wagner standen auf dem Programm. Verdis Spätwerk ‚Quattro pezzi sacri’ sind selten zu hören, vielleicht auch deshalb, weil man dafür einen hervorragenden Chor benötigt. Den hatte man in Frankfurt dabei, der Rundfunkchor Berlin überraschte mit einer enorm filigranen Stimmgestaltung, fast überirdisch etherische Klangstrukturen bestimmten den Vortrag, die bis zum vierten Teil, dem ‚Te Deum’, das sogar eine kleine tonale Anlehnung an den Parsifal erahnen ließ, konsequent beibehalten werden konnten. Die Solistin Sabin Cvilak ergänzte perfekt dieses sphärische Klangbild mit ihrem silbrigen Sopran. Maestro Janowski und sein Orchester hielten sich mit der Begleitung der Gesangsstimmen fast zu diskret im Hintergrund, erlaubten dem Publikum aber vielleicht gerade deshalb eine völlig neue Klangwelt zu entdecken, die man so nicht von Giuseppe Verdi kennt.

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Kritik von Midou Grossmann



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Orchestre Philharmonique de Monte Carlo: Dirigent: Marek Janowski

Ort: Alte Oper,

Werke von: Richard Wagner, Giuseppe Verdi

Mitwirkende: Runfunkchor Berlin (Chor), Marek Janowski (Dirigent), Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo (Orchester)

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