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Sonntag, 20. April 2014

Der Klassik(ver)fhrer - Wagner: Lohengrin

Auf der Zielgeraden


Label/Verlag: Auricula
Detailinformationen zur Platte


Gelungene Fortsetzung der in der Hrbuchreihe "Der Klassik(ver-)fhrer" erscheinenden Wagner-Serie.

Mit großen Schritten nähert sich das bevorstehende Wagner-Jahr, für das sich das Produktionsteam der von Dr. Gerhard K. Englert herausgegebenen Reihe ‚Der Klassik(ver-)führer‘ zum Ziel gesetzt hat, die dem Jubilar gewidmete Serie zum Abschluss zu bringen. Mit 'Lohengrin' liegt nun beim Label Auricula der neueste Sonderband vor, der das Werk nach bewährtem Muster auf einer Doppel-CD in insgesamt siebzehn Kapiteln ausführlich inhaltlich und musikalisch vorstellt.

Am Puls der Zeitgeschichte

Den Einstieg liefern die fast schon legendären Eindrücke des Schriftstellers Mark Twain, die dieser als prominenter Besucher einer Mannheimer Aufführung aus dem Jahr 1878 in einem detaillierten Bericht festhielt. Komponist und Opus kommen darin zwar alles andere als gut weg, denn Twain bekennt sich offen zu den Schwierigkeiten, die er mit der von Wagner als Höhepunkt des romantischen Musiktheaters geschaffenen Schwanenritter-Saga in ihrer neuartig durchkomponierten Form hatte. Der originelle Seitenblick auf die etwas eigenwillige und laienhafte Rezeption lohnt dennoch und ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Werkeinführung wie immer am Puls der Zeitgeschichte stattfindet. Auch auf den biographischen Kontext wird Wert gelegt, und so erfährt der Hörer auch, unter welch problematischen Umständen Wagner mit der Arbeit an einer seiner bekanntesten und meistgespielten Opern begann, weshalb er ihrer Uraufführung nicht beiwohnen und sie erst elf Jahre nach ihrer Entstehung erstmalig selbst hören konnte.

Namhafte Interpreten

Musikalisch werden die einzelnen Nummern in überwiegend chronologischer Reihenfolge vorgestellt und in ihrer von Wagner hier erstmals angewandten Leitmotivik erläutert. Auch mit hochkarätigen Interpreten wartet die neue Folge auf: Namen wie Johan Botha, Kwangchul Youn oder Semyon Bychkov am Pult des WDR Sinfonieorchesters Köln stehen für die Qualität der zahlreichen Klangbeispiele, die ebenfalls nicht an Ausführlichkeit sparen und u. a. auf die ungekürzte Fassung der Gralserzählung zurückgreifen.

Autor Sven Friedrich ist auch dieses Mal ein gleichermaßen für Einsteiger gut verständliches wie für Kenner geeignetes Manuskript gelungen, das auch um gelegentliche humorvolle Zwischentöne nicht verlegen ist. Rhetorisch gewohnt verlässlich präsentiert wird es mit Wolfgang Schmid von einem im internationalen Opernbetrieb renommierten Wagner-Sänger und ausgewiesenen Kenner der Materie.

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Klangqualität:
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