> > > Der Klassik(ver)fhrer: Wagner: Lohengrin
Dienstag, 21. April 2015

Der Klassik(ver)fhrer - Wagner: Lohengrin

Auf der Zielgeraden


Label/Verlag: Auricula
Detailinformationen zur Platte


Gelungene Fortsetzung der in der Hrbuchreihe "Der Klassik(ver-)fhrer" erscheinenden Wagner-Serie.

Mit großen Schritten nähert sich das bevorstehende Wagner-Jahr, für das sich das Produktionsteam der von Dr. Gerhard K. Englert herausgegebenen Reihe ‚Der Klassik(ver-)führer‘ zum Ziel gesetzt hat, die dem Jubilar gewidmete Serie zum Abschluss zu bringen. Mit 'Lohengrin' liegt nun beim Label Auricula der neueste Sonderband vor, der das Werk nach bewährtem Muster auf einer Doppel-CD in insgesamt siebzehn Kapiteln ausführlich inhaltlich und musikalisch vorstellt.

Am Puls der Zeitgeschichte

Den Einstieg liefern die fast schon legendären Eindrücke des Schriftstellers Mark Twain, die dieser als prominenter Besucher einer Mannheimer Aufführung aus dem Jahr 1878 in einem detaillierten Bericht festhielt. Komponist und Opus kommen darin zwar alles andere als gut weg, denn Twain bekennt sich offen zu den Schwierigkeiten, die er mit der von Wagner als Höhepunkt des romantischen Musiktheaters geschaffenen Schwanenritter-Saga in ihrer neuartig durchkomponierten Form hatte. Der originelle Seitenblick auf die etwas eigenwillige und laienhafte Rezeption lohnt dennoch und ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Werkeinführung wie immer am Puls der Zeitgeschichte stattfindet. Auch auf den biographischen Kontext wird Wert gelegt, und so erfährt der Hörer auch, unter welch problematischen Umständen Wagner mit der Arbeit an einer seiner bekanntesten und meistgespielten Opern begann, weshalb er ihrer Uraufführung nicht beiwohnen und sie erst elf Jahre nach ihrer Entstehung erstmalig selbst hören konnte.

Namhafte Interpreten

Musikalisch werden die einzelnen Nummern in überwiegend chronologischer Reihenfolge vorgestellt und in ihrer von Wagner hier erstmals angewandten Leitmotivik erläutert. Auch mit hochkarätigen Interpreten wartet die neue Folge auf: Namen wie Johan Botha, Kwangchul Youn oder Semyon Bychkov am Pult des WDR Sinfonieorchesters Köln stehen für die Qualität der zahlreichen Klangbeispiele, die ebenfalls nicht an Ausführlichkeit sparen und u. a. auf die ungekürzte Fassung der Gralserzählung zurückgreifen.

Autor Sven Friedrich ist auch dieses Mal ein gleichermaßen für Einsteiger gut verständliches wie für Kenner geeignetes Manuskript gelungen, das auch um gelegentliche humorvolle Zwischentöne nicht verlegen ist. Rhetorisch gewohnt verlässlich präsentiert wird es mit Wolfgang Schmid von einem im internationalen Opernbetrieb renommierten Wagner-Sänger und ausgewiesenen Kenner der Materie.

Interpretation:
Klangqualität:
Repertoirewert: 
Booklet:





Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.



Detail-Informationen zum vorliegenden Titel:



Weitere CD-Besprechungen zum Label Auricula:

  • Zur Plattenkritik... Fit fr den Ernstfall: Mit dem Sonderband zu 'Tannhuser' rundet die Hrbuchserie "Der Klassik(ver-)fhrer" die Reihe zu Wagners groen Bhnenwerken ab. Weiter...
    (Thomas Gehrig, )
  • Zur Plattenkritik... Von Experten fr Experten: Auch mit dem Sonderband zu 'Parsifal' lsst die Reihe "Der Klassik(ver)fhrer" keine Fragen zum Werk offen. Weiter...
    (Thomas Gehrig, )
  • Zur Plattenkritik... Vorsprung durch Wissen: Auch in der neuesten Folge untermauert die Reihe "Der Klassik(ver)fhrer" ihren vorderen Rang unter den Opernfhrern. Weiter...
    (Thomas Gehrig, )
blättern

Alle Kritiken von Auricula...

Weitere CD-Besprechungen von Thomas Gehrig:

  • Zur Plattenkritik... Auf links gebrstet: Mit seinem jngsten Querschnitt schlgt das Klavier-Festival Ruhr neue Wege ein. Weiter...
    (Thomas Gehrig, )
  • Zur Plattenkritik... In Bewegung: Florian Uhlig setzt seinen Schumann-Zyklus auf hohem Niveau fort. Weiter...
    (Thomas Gehrig, )
  • Zur Plattenkritik... Durchbruch: Jenő Jand fllt ein Vakuum: endlich eine berzeugende Interpretation der Klavierfassung von Haydns 'Sieben letzten Worten'. Weiter...
    (Thomas Gehrig, )
blättern

Alle Kritiken von Thomas Gehrig...

Weitere Kritiken interessanter Labels:

  • Zur Plattenkritik... Freude an der Musik: Der Altmeister Neeme Jrvi widmet sich Raritten des Norwegers Johan Halvorsen. Aus den Werken kann auch er keine Meisterwerke machen. Aber das Ergebnis ist ansprechend und kurzweilig. Weiter...
    (Dr. Jrgen Schaarwchter, )
  • Zur Plattenkritik... Przise Licht- und Schattenwerte: Zum Abschluss von Francesco La Vecchias CD-Reihe tritt Respighi als Komponist in Erscheinung, der sich intensiv mit Musik der Vergangenheit auseinandersetzte. Weiter...
    (Miquel Cabruja, )
  • Zur Plattenkritik... Glaubensmusik ohne Fehl und Tadel: Diese Aufnahme der 'Verkndigung' von Walter Braunfels ist schlichtweg meisterlich - in allen Belangen. Weiter...
    (Dr. Eckehard Pistrick, )
blättern

Alle CD-Kritiken...

Magazine zum Downloaden

harmonia mundi magazin (4(2015) herunterladen (2200 KByte) CLASS aktuell (1/2015) herunterladen (5685 KByte)

Anzeige

Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Reinhard Knoll im Portrait "Alle Kinder sind musikalisch"
Reinhard Knoll, der Vater des Neusser Sing-Projektes JeKi-Sti, wei, welche positiven Effekte das Musikmachen auf Kinder hat - und strebt die Ausweitung von JEKI auf ganz NRW an.

weiter...
Alle Interviews...


Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich