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Sonntag, 21. Dezember 2014

Studie zum Musizieren in Deutschland liefert erschreckendes Ergebnis

Musizieren verliert zunehmend an Bedeutung

Berlin, 06.12.2012. In nur noch 17,7 Prozent aller deutschen Haushalte wird derzeit ein Musikinstrument gespielt. Dies ergab die Studie "Musizieren und Musikinstrumente in Deutschland", dessen Ergebnis diese Woche vom Verband der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche in Berlin vorgestellt wurde. Bei einer hnlichen Erhebung im Jahr 2008 lag der Anteil noch bei 25,6 Prozent. "Die aktuelle Studie weist nach, dass die Deutschen immer weniger Musik machen. Wenn sich der Trend so fortsetzt, wird die musikalische Ausbildung als Teil der ganzheitlichen Bildung verkmmern. Das wre ein unschtzbarer Verlust fr ein Land wie Deutschland mit seiner kulturellen Tradition" so Geschftsfhrer Daniel Knll bei der gestrigen Prsentation des Ergebnisses.

Die Grnde fr den "signifikanten" Rckgang seien vielfltig. Ein zentrales Problem sei allerdings, dass immer mehr Kinder, die frh mit einem Instrument begonnen hatten, nicht auf Dauer dabei bleiben. "Hier gibt es ffentliche Versumnisse. Vor allem an den Schulen. Die Unterrichtsformen scheinen nicht mehr zeitgem zu sein", so Knll. In diesem Zusammenhang appellierte Knll dazu, das Musizieren wieder in die Schulen zu bringen. Zum einen lieen sich Kinder leicht fr das Musizieren begeistern, zum anderen frdere Musizieren nachweislich die Kreativitt und das Sozialverhalten.

Fr die Studie wurden im Auftrag des Interessen-Verbandes, der national und europaweit die kulturellen und wirtschaftlichen Interessen der Musikinstrumente- und Musikequipmentbranche vertritt, rund 11.000 Menschen zum Thema "Musizieren und Musikinstrumente" befragt.

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