> > > Musizieren verliert zunehmend an Bedeutung
Samstag, 25. Oktober 2014

Studie zum Musizieren in Deutschland liefert erschreckendes Ergebnis

Musizieren verliert zunehmend an Bedeutung

Berlin, 06.12.2012. In nur noch 17,7 Prozent aller deutschen Haushalte wird derzeit ein Musikinstrument gespielt. Dies ergab die Studie "Musizieren und Musikinstrumente in Deutschland", dessen Ergebnis diese Woche vom Verband der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche in Berlin vorgestellt wurde. Bei einer hnlichen Erhebung im Jahr 2008 lag der Anteil noch bei 25,6 Prozent. "Die aktuelle Studie weist nach, dass die Deutschen immer weniger Musik machen. Wenn sich der Trend so fortsetzt, wird die musikalische Ausbildung als Teil der ganzheitlichen Bildung verkmmern. Das wre ein unschtzbarer Verlust fr ein Land wie Deutschland mit seiner kulturellen Tradition" so Geschftsfhrer Daniel Knll bei der gestrigen Prsentation des Ergebnisses.

Die Grnde fr den "signifikanten" Rckgang seien vielfltig. Ein zentrales Problem sei allerdings, dass immer mehr Kinder, die frh mit einem Instrument begonnen hatten, nicht auf Dauer dabei bleiben. "Hier gibt es ffentliche Versumnisse. Vor allem an den Schulen. Die Unterrichtsformen scheinen nicht mehr zeitgem zu sein", so Knll. In diesem Zusammenhang appellierte Knll dazu, das Musizieren wieder in die Schulen zu bringen. Zum einen lieen sich Kinder leicht fr das Musizieren begeistern, zum anderen frdere Musizieren nachweislich die Kreativitt und das Sozialverhalten.

Fr die Studie wurden im Auftrag des Interessen-Verbandes, der national und europaweit die kulturellen und wirtschaftlichen Interessen der Musikinstrumente- und Musikequipmentbranche vertritt, rund 11.000 Menschen zum Thema "Musizieren und Musikinstrumente" befragt.

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Komponieren mit Legosteinen
Nutzung eines Multitouch-Tisches des Leibniz-Instituts fr Wissensmedien (23.10.2014) Weiter...

Proteste gegen Massenentlassungen an der Oper Rom geplant
Personalmanager Stefano Bottaro lehnt Rcknahme der Massenentlassungen ab (23.10.2014) Weiter...

Basel: Damoklesschwert schwebt ber Nicht-EU-Musikern
Bisherige Arbeitsbewilligungen fr freiberufliche Musiker nicht gesetzeskonform (22.10.2014) Weiter...

Heinrich Schtz Musikfest 2014 mit Besucherrekord
Etwa 5.400 Besucher bei einer Auslastung von 84 Prozent (22.10.2014) Weiter...

Geigerin Hilary Hahn muss weitere Konzerte absagen
Krankheitsbedingter Ausfall durch entzndeten Muskel seit Ende Juli (22.10.2014) Weiter...

Cecilia Bartoli kritisiert Kollektivkndigungen an der Opera di Roma
Sngerin fordert neue Intendanz aus kompetenten und unpolitischen Fachleuten (21.10.2014) Weiter...

Musikpreis der Stadt Dsseldorf fr Sopranistin Irene Kurka
Auszeichnung ist mit 4.000 Euro dotiert (21.10.2014) Weiter...

Deutsche Lufthansa verbaselt Violoncello von Lachezar Kostov
Falsch deklariertes Instrument taucht erst nach fnf Tagen wieder auf (21.10.2014) Weiter...

Staatsorchester der Trkei streicht Werke des Pianisten Fazil Say
Kulturministerium nimmt Einfluss auf Programmgestaltung (21.10.2014) Weiter...

Metropolitan Opera versteigert historische Juwelen
Schmuckstck aus dem 19. Jahrhundert soll 2 bis 3 Millionen US-Dollar einbringen (20.10.2014) Weiter...

Magazine zum Downloaden

harmonia mundi magazin (10/2014) herunterladen (2795 KByte) CLASS aktuell (3/2014) herunterladen (11000 KByte)

Anzeige

Jetzt im klassik.com Radio

Friedrich Kalkbrenner: Septet op. 132 in A major - I. Allegro brillante

Radio starten

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Anette Maiburg im Portrait "Ich hole mir die Welt an den Niederrhein"
Anette Maiburg, Querfltistin und Knstlerische Leiterin des Niederrhein Musikfestivals, ber das zehnjhrige Jubilum des Musikfestes

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich