Studie zum Musizieren in Deutschland liefert erschreckendes Ergebnis
Musizieren verliert zunehmend an Bedeutung
Berlin, 06.12.2012. In nur noch 17,7 Prozent aller deutschen Haushalte wird derzeit ein Musikinstrument gespielt. Dies ergab die Studie "Musizieren und Musikinstrumente in Deutschland", dessen Ergebnis diese Woche vom Verband der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche in Berlin vorgestellt wurde. Bei einer ähnlichen Erhebung im Jahr 2008 lag der Anteil noch bei 25,6 Prozent. "Die aktuelle Studie weist nach, dass die Deutschen immer weniger Musik machen. Wenn sich der Trend so fortsetzt, wird die musikalische Ausbildung als Teil der ganzheitlichen Bildung verkümmern. Das wäre ein unschätzbarer Verlust für ein Land wie Deutschland mit seiner kulturellen Tradition" so Geschäftsführer Daniel Knöll bei der gestrigen Präsentation des Ergebnisses.
Die Gründe für den "signifikanten" Rückgang seien vielfältig. Ein zentrales Problem sei allerdings, dass immer mehr Kinder, die früh mit einem Instrument begonnen hatten, nicht auf Dauer dabei bleiben. "Hier gibt es öffentliche Versäumnisse. Vor allem an den Schulen. Die Unterrichtsformen scheinen nicht mehr zeitgemäß zu sein", so Knöll. In diesem Zusammenhang appellierte Knöll dazu, das Musizieren wieder in die Schulen zu bringen. Zum einen ließen sich Kinder leicht für das Musizieren begeistern, zum anderen fördere Musizieren nachweislich die Kreativität und das Sozialverhalten.
Für die Studie wurden im Auftrag des Interessen-Verbandes, der national und europaweit die kulturellen und wirtschaftlichen Interessen der Musikinstrumente- und Musikequipmentbranche vertritt, rund 11.000 Menschen zum Thema "Musizieren und Musikinstrumente" befragt.
Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.
Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.
Weitere aktuelle Nachrichten:
Klangkörper des griechischen Rundfunks in Existenznot
Trotz Urteil zum Fortbestand des Senders ist Zukunft der Ensembles ungewiss (18.06.2013) Weiter...
Kein Aufnahmestopp an Kölner Musikhochschule
Hochschule plant für das kommende Wintersemester 400 Neuaufnahmen (17.06.2013) Weiter...
Rettung des SWR-Orchesters durch Stiftungsmodell?
Proteste in Freiburg gegen Fusionspläne halten weiter an (17.06.2013) Weiter...
Betrug am Moskauer Bolschoi-Theater
Zwei Firmen unterschlugen bei Renovierung etwa 2,25 Millionen Euro (17.06.2013) Weiter...
Wasserleiche vor Seebühne der Bregenzer Festspiele entdeckt
Nach derzeitigem Stand keine Verbindung zu den Festspielen (14.06.2013) Weiter...
Streit um Bergische Symphoniker beigelegt
Solingen und Remscheid wollen sich auf neuen Gesellschaftervertrag einigen (14.06.2013) Weiter...
Rechtsstreit: Concerto Köln-Tournee mit Entertainer Harald Schmidt vor Gericht
Beteiligte Konzertagentur will vor Münchner Oberlandgericht 256.000 Euro erstreiten (14.06.2013) Weiter...
Lahav Shani gewinnt Gustav-Mahler-Dirigentenwettbewerb
Erster Preis ist mit 20.000 Euro dotiert (14.06.2013) Weiter...
Finale von Luigi Cherubinis Oper "Medea" rekonstruiert
Geschwärzte Noten in der Partitur durch Röntgenaufnahmen lesbar gemacht (14.06.2013) Weiter...
Sachsen-Anhalt will Kulturförderung um 7 Millionen Euro kürzen
Theater und Orchester in Halle, Eisleben und Dessau am stärksten betroffen (13.06.2013) Weiter...
Jetzt im klassik.com Radio
Johann Gottlieb Graun:
Trio in A für Violine und Clavier GraunWV C:XV:90
- Vivace
Sponsored Links
- Opernreisen und Musikreisen bei klassikreisen.de
- Konzertpublikum
- Musikunterricht
- klassik.com Radio
- Urlaub im Schwarzwald
- Neue Musikzeitung
- StageKit - Websites für Musiker, Veranstalter und Konzertagenturen
Hinweis:
Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers,
nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.
Die Bewertung der klassik.com-Autoren:
Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich



