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Samstag, 21. Januar 2017

Studie zum Musizieren in Deutschland liefert erschreckendes Ergebnis

Musizieren verliert zunehmend an Bedeutung

Berlin, . In nur noch 17,7 Prozent aller deutschen Haushalte wird derzeit ein Musikinstrument gespielt. Dies ergab die Studie "Musizieren und Musikinstrumente in Deutschland", dessen Ergebnis diese Woche vom Verband der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche in Berlin vorgestellt wurde. Bei einer ähnlichen Erhebung im Jahr 2008 lag der Anteil noch bei 25,6 Prozent. "Die aktuelle Studie weist nach, dass die Deutschen immer weniger Musik machen. Wenn sich der Trend so fortsetzt, wird die musikalische Ausbildung als Teil der ganzheitlichen Bildung verkümmern. Das wäre ein unschätzbarer Verlust für ein Land wie Deutschland mit seiner kulturellen Tradition" so Geschäftsführer Daniel Knöll bei der gestrigen Präsentation des Ergebnisses.

Die Gründe für den "signifikanten" Rückgang seien vielfältig. Ein zentrales Problem sei allerdings, dass immer mehr Kinder, die früh mit einem Instrument begonnen hatten, nicht auf Dauer dabei bleiben. "Hier gibt es öffentliche Versäumnisse. Vor allem an den Schulen. Die Unterrichtsformen scheinen nicht mehr zeitgemäß zu sein", so Knöll. In diesem Zusammenhang appellierte Knöll dazu, das Musizieren wieder in die Schulen zu bringen. Zum einen ließen sich Kinder leicht für das Musizieren begeistern, zum anderen fördere Musizieren nachweislich die Kreativität und das Sozialverhalten.

Für die Studie wurden im Auftrag des Interessen-Verbandes, der national und europaweit die kulturellen und wirtschaftlichen Interessen der Musikinstrumente- und Musikequipmentbranche vertritt, rund 11.000 Menschen zum Thema "Musizieren und Musikinstrumente" befragt.

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