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Freitag, 19. September 2014

Cecilia Bartoli, Foto: eMusici GmbH

Puristen im Publikum erregen sich über Rossini-Arien

Mezzosopranistin Cecilia Bartoli an Mailänder Scala ausgebuht

Mailand, 05.12.2012. Die italienische Opernsängerin Cecilia Bartoli, die vor einigen Tagen bei der Preisverleihung des Karajan-Musikpreises in Baden Baden noch groß gefeiert wurde (klassik.com berichtete), ist bei ihrem ersten Auftritt nach 19 Jahren an der Mailänder Scala vom Publikum ausgebuht worden. Medienberichten zufolge seien die Aufführungen zweier Arien aus "Otello" und "Cenerentola" von Giacomo Rossini (1792-1868) mit lauten Pfiffen und Zurufen begleitet worden. Einige empörte Zuschauer riefen "Armer Rossini" und "Geh nach Hause!". Mit dem Zuruf "Schluss jetzt! Wir sind in einem Operntheater", versuchte Daniel Barenboim, der die musikalische Leitung inne hatte, wieder Ruhe in den Saal zu bekommen.

Cecilia Bartoli wurde am 4. Juni 1966 in Rom geboren und studierte an der Accademia di S. Cecilia in Rom, erhielt zusätzlichen Unterricht von ihren Eltern, die beide Sänger waren. Ihr offizielles Debut gab sie im Jahr 1985. Im gleichen Jahr wurde sie durch ihren Auftritt in einem Gedenkkonzert für Maria Callas in Paris international bekannt. Es folgten Engagements an großen Opernhäusern, darunter Rom, Zürich, Lyon, Barcelona, Houston und Dallas. Sie spezialisierte sich vor allem auf Mozart und Rossini. Im Jahr 1989 gab sie ihren ersten Liederabend in der Londoner Wigmore Hall. Ein Jahr später in der New Yorker Avery Fisher Hall. Sie sang unter Herbert von Karajan bei den Salzburger Osterfestspielen, unter Zubin Mehta beim Florenzer Maggio Musciale, unter Daniel Barenboim bei den Salzburger Festspielen und unter Riccardo Muti an der Mailänder Scala. Ihr Debut an der Metropolitan Opera in New York gab sie 1996 unter James Levine.

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