> > > Mezzosopranistin Cecilia Bartoli an Mailänder Scala ausgebuht
Dienstag, 24. Januar 2017

Cecilia Bartoli, Foto: eMusici GmbH

Puristen im Publikum erregen sich über Rossini-Arien

Mezzosopranistin Cecilia Bartoli an Mailänder Scala ausgebuht

Mailand, . Die italienische Opernsängerin Cecilia Bartoli, die vor einigen Tagen bei der Preisverleihung des Karajan-Musikpreises in Baden Baden noch groß gefeiert wurde (klassik.com berichtete), ist bei ihrem ersten Auftritt nach 19 Jahren an der Mailänder Scala vom Publikum ausgebuht worden. Medienberichten zufolge seien die Aufführungen zweier Arien aus "Otello" und "Cenerentola" von Giacomo Rossini (1792-1868) mit lauten Pfiffen und Zurufen begleitet worden. Einige empörte Zuschauer riefen "Armer Rossini" und "Geh nach Hause!". Mit dem Zuruf "Schluss jetzt! Wir sind in einem Operntheater", versuchte Daniel Barenboim, der die musikalische Leitung inne hatte, wieder Ruhe in den Saal zu bekommen.

Cecilia Bartoli wurde am 4. Juni 1966 in Rom geboren und studierte an der Accademia di S. Cecilia in Rom, erhielt zusätzlichen Unterricht von ihren Eltern, die beide Sänger waren. Ihr offizielles Debut gab sie im Jahr 1985. Im gleichen Jahr wurde sie durch ihren Auftritt in einem Gedenkkonzert für Maria Callas in Paris international bekannt. Es folgten Engagements an großen Opernhäusern, darunter Rom, Zürich, Lyon, Barcelona, Houston und Dallas. Sie spezialisierte sich vor allem auf Mozart und Rossini. Im Jahr 1989 gab sie ihren ersten Liederabend in der Londoner Wigmore Hall. Ein Jahr später in der New Yorker Avery Fisher Hall. Sie sang unter Herbert von Karajan bei den Salzburger Osterfestspielen, unter Zubin Mehta beim Florenzer Maggio Musciale, unter Daniel Barenboim bei den Salzburger Festspielen und unter Riccardo Muti an der Mailänder Scala. Ihr Debut an der Metropolitan Opera in New York gab sie 1996 unter James Levine.

Weiterführende Informationen bei klassik.com:

Portrait Cecilia Bartoli

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen? Empfehlen Sie ihn weiter!

Ihre Meinung? Kommentieren Sie diesen Artikel.

Jetzt einloggen, um zu kommentieren.
Sind Sie bei klassik.com noch nicht als Nutzer angemeldet, können Sie sich hier registrieren.


Weitere aktuelle Nachrichten:

Grazer Theaterholding mit Besucheranstieg in der Spielzeit 2015/16
Kartenverkäufe nahmen um rund drei Prozent zu (24.01.2017) Weiter...

Komponist Veljo Tormis gestorben
Estnischer Komponist wurde 86 Jahre alt (24.01.2017) Weiter...

Dirigent Peter Ewaldt gestorben
Erster Kapellmeister des Salzburger Landestheaters starb im Alter von 64 Jahren (23.01.2017) Weiter...

Bayreuth: Wieland-Wagner-Erben verzichten auf Revision im Gerichtsstreit mit Richard-Wagner-Stiftung
Juristische Position offenbar nicht erfolgversprechend (23.01.2017) Weiter...

Geigerin Diana Tishchenko und das Trio Marvin gewinnen Mendelssohn Hochschulwettbewerb
Violine und Klaviertrio im Mittelpunkt der diesjährigen Wettbewerbsausgabe (23.01.2017) Weiter...

Brand zerstört rumänische Instrumentenfabrik
4.000 Violinen und weitere Instrumente fielen Flammen zum Opfer (20.01.2017) Weiter...

Dirigent Adam Fischer wird Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper
Ungarischer Dirigent leitete an der Wiener Staatsoper bislang mehr als 300 Vorstellungen (20.01.2017) Weiter...

US-amerikanische Sopranistin Roberta Peters gestorben
Sängerin wurde 86 Jahre alt (20.01.2017) Weiter...

Rheingau Musik Preis für Enoch zu Guttenberg und die Chorgemeinschaft Neubeuern
Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert (20.01.2017) Weiter...

Goldmünzenschatz in altem Klavier entdeckt
Wert des Goldfundes wurde noch nicht bekanntgegeben (19.01.2017) Weiter...

Neue Stimmen

Anzeige

Magazine zum Downloaden

NOTE 1 - Mitteilungen (1/2017) herunterladen (0 KByte) Class aktuell (4/2016) herunterladen (0 KByte)

Anzeige

GVL

Jetzt im klassik.com Radio

Antonio Vivaldi: Il povero mio cor RV 658 - Il povero mio cor

CD kaufen


Empfehlungen der Redaktion

Die Empfehlungen der klassik.com Redaktion...

Diese Einspielungen sollten in keiner Plattensammlung fehlen

weiter...


Portrait

Julian Prégardien im Portrait "Das ganze Projekt ist eine Reise durch die Musik"
Julian Prégardien macht die Aufführungsgeschichte großer Werke anschaulich - und setzt Impulse für die Zukunft

weiter...
Alle Interviews...


Sponsored Links

Hinweis:

Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des Verfassers, nicht aber unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

Die Bewertung der klassik.com-Autoren:

Überragend
Sehr gut
Gut
Durchschnittlich
Unterdurchschnittlich