Wert des Instrumentes liegt bei 7,6 Millionen US-Dollar
Frankfurter Zoll konfisziert erneut wertvolle Geige
Frankfurt, 05.10.2012. Zum wiederholten Mal hat der Frankfurter Zoll eine wertvolle Geige beschlagnahmt. Laut der japanischen Nippon Music Foundation, wurde die 7,6 Millionen US-Dollar teure Stradivari-Geige von Yuki Manuele Janke Ende September konfisziert und befindet sich momentan im Gewahrsam des Zolls.
Bereits im August wurde der Geigerin Yuzuko Horigome am Frankfurter Flughafen ihre auf etwa eine Million Euro geschätzte Geige vom Zoll abgenommen (klassik.com berichtete). Wie bei Horigome, werfen die Zöllner auch Janke vor, gegen Einfuhrbestimmungen verstoßen zu haben und verlangen eine Steuerzahlung in Höhe von 1,1 Millionen Euro. "Sie hatten Janke das Instrument weggenommen, obwohl diese den Leihvertrag mit der Stiftung, die Versicherungspolice sowie ein Attest für den legalen Import durch die Stiftung vorzeigen konnte", so Stiftungsleiter Kinya Narabayashi. Bei der beschlagnahmten "The Muntz" Geige, wie sie nach einem ihrer Vorbesitzer auch genannt wird, handelt es sich um eine der letzten von Stradivari gefertigten Geigen. Die 1736 gefertigte Geige gehört heute der japanischen Stiftung, von der sie an Musiker für ihre Konzertaufführungen verliehen wird.
Yuki Manuela Janke wurde 1986 in München geboren. Als Kind bekam sie Geigen- und Klavierunterricht. 2004 gewann Janke beim Premio Paganini Violinwettbewerb in Genua den ersten Preis sowie alle ausgeschriebenen Sonderauszeichnungen. Dieser Wettbewerb war der Start in ihrer Karriere, seitdem steht sie regelmäßig mit bekannten Orchestern auf der Bühne, so u.a. mit dem Berliner Rundfunk-Symphonieorchester, dem Rundfunkorchester des WDR oder dem National Philharmonic Orchestra of Russia. Studiert hat Janke bei Prof. Igor Ozim am Mozarteum in Salzburg.
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