> > > Was lange währt: Reform der Ticketvergabe in Bayreuth kommt voran
Samstag, 21. Januar 2017

Mehr Karten für den Grünen Hügel im freien Verkauf

Was lange währt: Reform der Ticketvergabe in Bayreuth kommt voran

Bayreuth, . In Bayreuth wird die Ticketvergabe neu organisiert. Zwar hatte der Bundesrechnungshof und die Staatsanwaltschaft bei den Richard-Wagner-Festspielen keine Unregelmäßigkeiten in der Vergabe der begehrten Karten feststellen können, dennoch reagierte nun die Festspielleitung. Festspielsprecher Peter Emmerich gab bekannt, dass die Vergabe zukünftig streng nach Wartezeit geregelt sein wird - zumindest bei den Karten im freien Verkauf. Von diesen soll es schon in diesem Jahr eine größere Anzahl geben als noch im Jahr zuvor. 65 statt bisher 40 Prozent der Karten werden den Angaben zufolge regulär und frei verkäuflich sein.

Die Kritik des Bundesrechnungshofes richtete sich darauf, dass der größte Teil der Karten für das staatlich subventionierte Festival nicht frei verkauft würde, sondern an langjährige Abnehmer gehe. Die Staatsanwaltschaft Hof ermittelte dahingehend, konnte jedoch keine strafrechtliche Beanstandung feststellen. Dennoch entschied sich die Festspielleitung nun zur Reduzierung der Sonderkontingente.

Die Mäzene von der Gesellschaft der Freunde von Bayreuth, die die Veranstaltung jährlich mit rund drei Millionen Euro unterstützen, werden davon nicht betroffen sein. Gerade auch im Hinblick auf die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten auf dem Grünen Hügel werde man nicht "die Kuh schlachten, deren Milch wir brauchen", so Schmid, Chef des Verwaltungsrates. Über die genaue Vergabepraxis wollte dieser jedoch keine konkreten Aussagen treffen, derzeit werde noch darüber beraten.

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