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Samstag, 21. Januar 2017

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Historischer Ladekran und Elbphilharmonie Hamburg, Copyright: Joachim Kaiser

Historischer Ladekran und Elbphilharmonie Hamburg, © Joachim Kaiser

Bereits verkaufte Tickets konnten kostenlos heruntergeladen und ausgedruckt werden

Elbphilharmonie: Gefährliche Lücke im Ticketsystem

Hamburg, . Im Online-Kartenshop der Elbphilharmonie, deren Eröffnung kurz bevorsteht, gab es laut eines Berichts des Fachmagazins Heise Online eine erhebliche Schwachstelle. So hätten bereits verkaufte Tickets von jedem anderen Kunden, der im Ticketshop eingeloggt war, ohne Bezahlung heruntergeladen werden können. Die ungeschützten Konzertkarten konnten durch eine Manipulation der Internet-Adresse als PDF-Dokument abgerufen und ausgedruckt werden, obgleich die Karten von einem anderen Kunden zuvor bezahlt wurden.

Entstanden war die Schwachstelle wohl nach einem Systemupdate des Internetshops im November 2016. Derzeit ist unklar, ob es zu einer missbräuchlichen Verwendung der Daten gekommen bzw. in welchem Ausmaß dies möglicherweise geschehen sei. Seit dem vergangenen Wochenende sei die Schwachstelle nun behoben. Um bei Veranstaltungen den rechtmäßigen Erwerb der Eintrittskarte nachzuweisen, rät die Elbphilharmonie dazu, nach Möglichkeit einen Nachweis der Ticketbezahlung mitzuführen.

Die Elbphilharmonie wird morgen eröffnet. Die Bauarbeiten der Elbphilharmonie wurden seit Jahren von zahlreichen Querelen begleitet und in deren Folge zum Teil komplett unterbrochen. Zudem erhöhten sich die Kosten, die von der Stadt ursprünglich mit 77 Millionen Euro veranschlagt worden waren, auf rund 790 Millionen Euro. Fragen der Verantwortlichkeit für die Kostenexplosion wurden vor einem von der Hamburgischen Bürgerschaft eingesetzten Untersuchungsausschuss verhandelt, gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen der Baufirma und der Stadt verzögerten den Bau mehrmals.

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